Suchtpräventionstag an der Humboldt Realschule

Suchtpräventionstag an der Humboldt Realschule

Suchtpräventionstag an der Humboldt Realschule

Achtklässler setzen sich mit dem Thema Alkohol auseinander

Am 4. Februar 2026 fand an der Humboldt-Realschule erneut der jährliche Suchtpräventionstag für den achten Jahrgang statt. Im Mittelpunkt stand – wie in jedem Jahr – das Thema Alkohol und seine Auswirkungen auf Gesundheit, Verhalten und soziales Umfeld. Finanzielle Unterstützung erhält das Projekt vonseiten Polizei (ProSi) und dem Förderverein der Humboldt-Realschule.

Ein besonderer Programmpunkt war das Theaterstück „Alkohölle“, aufgeführt vom Theaterspiel Witten, unter der Leitung von Beate Albrecht. Das Ensemble zeigte eindrucksvoll, wie schnell Alkoholkonsum außer Kontrolle geraten kann und welche Folgen exzessives Trinken für Jugendliche haben kann. Im Anschluss an die Aufführung nahmen sich die Schauspielerinnen und Schauspieler Zeit für eine ausführliche Auswertung mit den Schülerinnen und Schülern. In einer offenen Gesprächsrunde konnten Fragen gestellt, Eindrücke geschildert und eigene Erfahrungen reflektiert werden.

Neben dem Theaterstück durchliefen die Klassen vier unterschiedliche Workshops, um sich dem Thema auf vielfältige Weise zu nähern.

Im künstlerischen Workshop „Bunt statt blau“ setzten sich die Jugendlichen kreativ mit dem Thema Alkoholprävention auseinander. Der Wettbewerb der DAK regt Schülerinnen und Schüler bundesweit dazu an, Plakate und Kunstwerke gegen das sogenannte „Komasaufen“ zu gestalten. Unter der Anleitung von Lehrerin Svenja Krellmann entstanden eindrucksvolle Beiträge, die zum Nachdenken anregen.

Ein weiterer Workshop stellte Teamarbeit und gegenseitiges Vertrauen in den Mittelpunkt. Unter der Leitung von Lehrerin Petra Schmieding versuchten die Schülerinnen und Schüler, sich gemeinsam durch ein „Spinnennetz“ aus Seilen zu bewegen, ohne dieses zu berühren. Die Übung machte deutlich, wie wichtig Zusammenhalt, Kommunikation und gegenseitige Unterstützung sind – auch und gerade in schwierigen Situationen.

Mit der Frage „Wo bekomme ich Hilfe?“ beschäftigte sich der dritte Workshop unter der Leitung von Lehrerin Dörte Plewka. Hier informierten sich die Jugendlichen darüber, an wen sie sich wenden können, wenn sie selbst oder Freunde in eine gesundheitlich gefährliche Situation geraten. Dabei ging es nicht nur um medizinische Notfälle, sondern auch um Beratungsstellen und Unterstützungsangebote.

Besonders eindrücklich war für viele der vierte Workshop mit dem sogenannten Rauschbrillen-Parcours.Angeleitet wurde er von Lehrerin Mareike Krellmann. Mithilfe spezieller Brillen, die eine Alkoholisierung simulieren, mussten die Schülerinnen und Schüler alltägliche Aufgaben bewältigen – etwa ein Fahrradschloss öffnen, Getränke einschenken oder eine Unterschrift leisten. Schnell wurde deutlich, wie stark Wahrnehmung, Koordination und Reaktionsfähigkeit unter Alkoholeinfluss eingeschränkt sind.

Am Ende des Tages zogen die Achtklässler ein durchweg positives Fazit. Der Präventionstag bot nicht nur wichtige Informationen, sondern auch Austausch von Erfahrungen und damit Raum für persönliche Gespräche. Die Mischung aus Theater, Kreativität, Teamarbeit und Selbsterfahrung machte deutlich: Prävention lebt vom Mitmachen – und vom offenen Austausch.

Eintrag vom 23.02.2026